MadDogs verlieren bei der SG Pforzheim/Eutingen mit 21:30
Im Auswärtsspiel bei der SG Pforzheim/Eutingen mussten sich die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen/Filder geschlagen geben. In der Partie zwischen den beiden spielfreien Wochenenden hielt die Mannschaft von MadDogs-Coach Daniel Brack beim 21:30 (12:13) eine Hälfte lang sehr gut mit, konnte den personellen Aderlass nach der Pause aber nicht mehr auffangen. Weiter geht’s am Freitag, 10. April, 20 Uhr, im heimischen Egelsee-Zwinger mit dem Derby gegen den VfL Pfullingen.
„Irgendwann ist es auch schwierig, dem ganzen Herr zu werden. Es ist dann so, wie es der Spielverlauf gezeigt hat, dass Rohat Sahin irgendwann die Rote Karte bekommen hat, dann der Tobias Haag ab der 28. Spielminute nicht mehr spielen konnte und dann wird es irgendwann mal dünn vor allem, was das Thema Abwehr angeht. Dann können wir den Torhütern nicht mehr helfen und tun uns auch vorne zunehmend immer Schwerer und dann waren wir einfach dem Gegner unterlegen, das klingt recht simpel, aber genau so war es. Ich finde, dass wir in der ersten Hälfte eine gute Leistung abgeliefert haben, wir hätten vielleicht sogar noch mit einer kleinen Führung in die Pause reingehen können, wenn ein paar Sachen geklappt hätten. Wir hatten nach der Halbzeit dreimal die Chance auszugleichen und ich glaube, dann hätten wir das Spiel auch bis zum Schluss offen gestalten können. Dann geht es uns so ein bisschen weg in einer schwierigen Phase und dann ist halt eben so, dass wir das dann hintenrum nicht mehr biegen konnten, weil uns irgendwann auch mal die Alternativen ausgehen, so ehrlich muss man auch zu sich selbst sein. Wir hatten zwar noch vier Außenspieler, aber im Prinzip haben wir dann mit zwei Innenblock-Spielern mit Luis Sommer und mit Hannes Grundler, den wir reaktivieren konnten, haben wir dann gespielt und dann wird es hintenraus zu schwer und dafür ist der Gegner auch zu gut, dass wir das schaffen können. Deswegen müssen wir jetzt wieder Wunder lecken und dann am übernächsten Freitag gegen Pfullingen eine gute Leistung abliefern. Wer die Pfullinger-Serie verfolgt hat, der weiß, das wird natürlich die wahrscheinlich schwerste Aufgabe, die es aktuell in der Liga gibt“, nennt TSV-Coach Daniel Brack die Gründe, warum seine Jungs nach der Pause nicht mehr mithalten konnten.
Die Gastgeber starteten besser in die Partie und führten schnell mit 2:0 (4.). Danach übernahmen jedoch die Filder-Handballer das Geschehen und drehten den Spielstand mit einem 5:0-Lauf (12.). Im Anschluss an das 6:3 (13.) wurden jedoch vier Tore in Folge kassiert, ehe die Führung einige Male hin und her wechselte. Beim 9:9 (22.) hatte SG-Trainer Alexander Lipps genug gesehen und nahm seine erste Auszeit. In der Folge konnten sich die Hausherren ein Drei-Tore-Polster herauswerfen, das die MadDogs jedoch bis zum Seitenwechsel noch auf 12:13 verringern konnten.
Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste wie von Brack angesprochen dreimal die Möglichkeit zum Ausgleich, aber auch ein Siebenmeter sprang von der Unterkannte der Latte nicht ins Tor sondern wieder heraus und so waren die ersten sechs Treffer des zweiten Durchgangs der SG vorbehalten. Damit war die Begegnung nach 40 Minuten quasi vorentschieden und näher als auf sieben Tore Rückstand kamen die MadDogs auch nicht mehr heran. Beim 19:29 (58.) war der Abstand dann erstmal zweistellig und erreichte beim 19:30 (59.) sogar seinen Höchststand, aber Routinier Hannes Grundler konnte bei seinem erneuten Comeback mit einem Doppelpack immerhin noch zum 21:30-Endstand verkürzen.
SG Pforzheim/Eutingen – TSV Neuhausen/Filder 30:21
SG Pforzheim/Eutingen: Luckert, Studentkowski; Schnepf (2), Bröhl, Sruk (3), Mauch (1), Bleh, Broschwitz (2), Schneider, Schmitt (4), Emanuel (4), Boschmann (1), Mariani (1), Meißner (10/4), Mikita (2).
TSV Neuhausen/Filder: Prauß, Hamann, Pol (1); J. Sprößig (1), M. Sprößig, Haag (1), Grundler (4), Reinhardt (4), Baumann, Sommer, Fischer (6/2), Sahin, Keppeler (3/1), Kosak (1).
Schiedsrichter: Gebele/Widmann (Emmendingen/Bisingen).
Zuschauer: 580.
Zeitstrafen: Schnepf, Bröhl, Boschmann, Mikita (3), Grundler, Sommer, Fischer, Sahin.
Besonderes Vorkommnis: Roten Karten für Emanuel (SG, 36.) wegen einer Unsportlichkeit und Sahin (TSV, 47.) wegen groben Foulspiels.
Siebenmeter: 4/4, 6/3 Fischer scheitert an Luckert und trifft zweimal die Latte.


