MadDogs gewinnen das Derby gegen Pfullingen mit 28:24
Die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen/Filder haben auch den zweiten Saisonvergleich mit dem VfL Pfullingen für sich entschieden. Beim 28:24(14:12)-Heimsieg, den ersten seit mehr als sieben Jahren, gewann das Team von MadDogs-Coach Daniel Brack verdient, weil die Abwehr um Torhüter Sören Hamann, der wie im Hinspiel in der Kurt-App-Halle das Torhüterduell für sich entschied, die Gäste kaum zu ihrem gewohnten Spiel der vergangenen Wochen kommen ließ. Weiter geht’s am Sonntag, 19. April, 17 Uhr, beim Tabellenzweiten HC Erlangen II.
„Es war eine gute Derbystimmung von allen Lagern, in der Summe haben wir viel zu viele Freie vergeben und das war dann mitentscheidend. Sören Hamann hat heute eine super Partie gemacht, das muss man schon sagen, auf der anderen Seite bekommen wir ihn nächstes Jahr, da freue ich mich drauf und hoffe, dass er genauso hält. Wir sind nicht so happy, wir haben uns schon viel vorgenommen, haben jetzt achtmal in Folge gewonnen und wollten auch den neunten Sieg ziehen. Es war ein emotionales Derby von Anfang an, sehr hitzig, das war uns aber klar, dass es so sein wird und trotzdem haben wir einfach ein paar Fehler mehr gemacht als der Gegner und deshalb hat Neuhausen verdient gewonnen“, erkennt VfL-Trainer Fabian Gerstlauer an, dass die MadDogs an diesem Tag etwas stärker waren als seine Truppe.
„Ich finde, dass es schon ein Geschenk ist, wenn man fünf Spieltage vor Schluss noch so ein Heimspiel haben darf, dass Freitagabends so viele Leute da sind und es hat einfach Riesenspaß gemacht. Wir haben zwei Mannschaften gesehen, die auf Topniveau in der 3. Liga agiert haben, es war ein Spiel auf hohem kämpferischem Niveau, in dem wir uns am Ende ein Stück weit glücklich durchsetzen konnten und dennoch bin ich extrem glücklich und stolz auf mein Team. In dieser Woche haben wir am Dienstag mit wenig Leuten trainiert, am Donnerstag kam dann Hannes Grundler dazu, sodass wir zehn Feldspieler hatten und haben uns dann nicht speziell auf das Spiel vorbereitet. Ich glaube schon, dass ein Derby immer von Emotionen geprägt ist und da hatten wir das Quäntchen Glück auf unserer Seite, um das Spiel zu gewinnen“, freut sich MadDogs-Coach Daniel Brack über den zweiten Sieg im zweiten Duell mit seinem Ex-Club.
„Es war ein Derby, da war klar, was passiert, dass beide unbedingt gewinnen wollen. Personell sah es schwierig aus, erst recht nachdem Tobias Haag auch ausgefallen ist, dementsprechend hatten wir einen kleinen Kader, aber wir hatten Bock, haben alles reingehauen und haben sowohl vorne als auch hinten eine gute Leistung gezeigt. Für mich war es heute eine ungewohnte Rolle, aber ich weiß, was ich vorne kann und deshalb nehme ich die Rolle auch gerne an“, fügt Kreisläufer und Vizekapitän Simon Kosak hinzu.
Beide Teams begannen nervös, denn die ersten Angriffe fanden nicht ihr Ziel. Bei den Filder-Handballern war Sören Hamann sofort im Spiel, der erste Treffer fiel aber erst nach dreieinhalb Minuten durch Rohat Sahin. Lukas Fischer verpasste es, die Führung auszubauen, denn sein Wurf vom Siebenmeterstrich traf nur die Latte, auf der Gegenseite glich Paul Prinz für die Gäste aus (7.). In der Folge kam der VfL besser ins Spiel und lag nach zwölfeinhalb Zeigerumdrehungen mit 5:3 vorne. Mit zwei Toren in Serie glichen die MadDogs etwas später zum 6:6 aus (18.) und mit einem 3:0-Lauf vom 7:8 (19.) zum 10:8 (21.) waren die Hausherren ihrerseits erstmals mit zwei Toren vorne. Anschließend blieb es beim Ein- bis Zwei-Tore-Vorsprung, ehe Pfullingen trotz Unterzahl zum 12:12 ausglich (26.). Bis zum 14:12-Pausenstand trafen dann nur noch die Gastgeber, auch weil Niklas Prauß einen Siebenmeter von Lasse Schiemann entschärfen konnte.
Nach dem Wechsel glichen die Echazkrokodile innerhalb von dreieinhalb Minuten zum 15:15 aus, blieben aber nur bis zum 16:16 (36.) dran, danach übernahmen die MadDogs wieder das Kommando. Zwei Doppelpacks, die nur von einem Pfullinger Tor unterbrochen wurden, führten zum 20:17-Zwischenstand (40.), der kurz darauf sogar auf 22:18 ausgebaut wurde. Gerstlauer zog die Grüne Karte, doch der Vorsprung wuchs weiter an, konnte zwischenzeitlich nur auf 20:23 (46.) verkürzt werden. Im Anschluss an die Rote Karte gegen Niklas Roth gelang es den Gästen maximal auf drei Tore heranzukommen und auch eine letzte Gästeauszeit sollte dem Spiel keine Wende mehr geben (55.). Spätestens nach dem 28:23 (56.) war die Partie entschieden und Pfullingen konnte mit dem Treffer zum 28:24-Endstand nur noch Ergebniskosmetik betreiben.
TSV Neuhausen/Filder – VfL Pfullingen 28:24
TSV Neuhausen/Filder: Prauß, Hamann, Pol; M. Sprößig, Grundler (1), Schmid (4), Reinhardt (1), Baumann (2), Sommer, Fischer (7/3), Sahin (3), Keppeler (3), Kosak (7).
VfL Pfullingen: Schlipphak, Maar; Schrade, Hofele (1), Schiemann (3/1), Hafner, Schmidt, Wagner (3), N. Roth (5), Prinz (4), M. Roth (2), Goller (2), List (2), Rix (1), Beck (1).
Schiedsrichter: Gierke/Konwitschny (Dachau).
Zuschauer: 600.
Zeitstrafen: Schmid, Schiemann, Wagner, Prinz (2), List.
Besonderes Vorkommnis: Rote Karte N. Roth (VfL) wegen groben Foulspiels (46.).
Siebenmeter: 6/3 Fischer trifft die Latte und scheitert an Schlipphak, Keppeler trifft den Pfosten, 3/1 Schiemann und Goller scheitern an Prauß.


