MadDogs schlagen die SG Pforzheim/Eutingen mit 35:30
Auch im vierten Saisonspiel sind die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen/Filder siegreich geblieben. Beim 35:30(20:16)-Erfolg im heimischen Egelsee-Zwinger gegen die SG Pforzheim/Eutingen zeigte sich die Mannschaft von MadDogs-Coach Daniel Brack vor allem emotional voll auf der Höhe, verteidigte leidenschaftlich und warf sich in der zweiten Hälfte einen zwischenzeitlichen Zehn-Tore-Vorsprung heraus. Weiter geht’s bereits am Freitag, 25. September, 20 Uhr, mit dem Derby gegen den HBW Balingen-Weilstetten II.
„Ich muss mich erstmal sortieren. Glückwunsch an Daniel und Neuhausen zum verdienten Sieg. Es ist jetzt das dritte Mal hier mit ähnlichen Spielverläufen, so deutlich wie heute war es aber die letzten beiden Male nicht. Es ist tatsächlich schwierig, die heutige Leistung in sachliche Worte zu fassen, bei aller Qualität die Neuhausen hat und auch hochverdient gewonnen hat, aber der Anspruch an meine Mannschaft und an die Leistung ist ein anderer. Es geht gar nicht darum, ob wir gewinnen oder verlieren, ich erwarte einfach eine gewisse Stabilität auch von einer jungen Mannschaft und wenn man allein die erste Hälfte nimmt, du startest ins Spiel mit deiner offensiven Abwehrvariante, die die zwei Spiele Stabilität gegeben hat, und kommst in diese Deckungssituation im Sechs-gegen-sechs zweimal nicht in den Rückzug rein, hast dann die erste Überzahl und diese mit 0:3 zu verlieren, das ist schon brutal. Wir verwerfen drei Siebenmeter in der ersten Hälfte und drehen trotzdem das Spiel, und es ist halt so ein Starke-Phasen-lange-halten, Schwache-Phasen-so-kurz-als-möglich-halten-Spiel und wir hatten heute unfassbar viele solcher schwacher Phasen zu lange gehabt, um hier wirklich an etwas schnuppern zu können. In der zweiten Hälfte ist es schon bitter, wie schnell das dann anwächst und am Ende ist es noch ein bisschen Ergebniskorrektur. Es ist auch deshalb bitter, weil die Jungs sehr gut trainiert haben, aber wenn das dann das Ergebnis ist, ist es schon brutal“, muss SG-Trainer Alexander Lipps zähneknirschend einräumen, dass sein Team klar unterlegen war.
„Danke für die Glückwünsche, Alex. Ich finde, dass wir heute einen super Auftritt hingelegt haben, wir hatten hervorragende Emotionen, hervorragende Power, ich weiß, dass das Alex jetzt nicht gerne hört, aber ich fand, dass die SG in der ersten Hälfte auch ein gutes Spiel abgeliefert hat. Es gab viele Szenen, die auch andersherum hätten laufen können, ich hatte in einer Unterzahl auch noch selten ein 3:0 in meiner Karriere und es waren auch Situation dabei, da war dann auch ein bisschen Spielglück auf unserer Seite. Ich glaube, ich hatte letztes Jahr in Pforzheim die gleiche Situation, wo wir mit zehn Toren eine draufbekommen haben, ich denke aber, dass wir einen sehr guten Auftritt abgeliefert haben. Neben Glenn Baumann hat auch Jorick Pol eine überragende Leistung gezeigt, auch Lasse Schmid war richtig stark und Julian Reinhardt war zwar nicht der Torjäger, aber er hat unfassbare Power gehabt und dann kommt so ein Spiel heraus. Wir haben heute allen gezeigt, zu was wir in der Lage sind und für uns gilt es jetzt, diese Emotionen und Stabilität beizubehalten, manchmal ist es eben ein Wellental und die stabilsten Mannschaften werden zum Schluss erfolgreich sein. Jetzt müssen wir schauen, dass wir schon am Freitag gegen den HBW II Stabilität an den Tag legen, das wird eine schwere Aufgabe, so wie das heute eine schwere Aufgabe war, aber ich bin heute erstmal sehr glücklich“, sprudelt die Freude geradewegs aus MadDogs-Coach Daniel Brack heraus.
„Ich war lange verletzt, jetzt bin ich froh, dass ich wieder da bin, aber ich hätte nicht gedacht, dass ich heute so ein Spiel mache. Ich bin froh, dass wir gegen eine starke Pforzheimer Mannschaft gewonnen haben“, ergänzt Rückraumspieler Glenn Baumann.
Die Filder-Handballer kamen gut ins Spiel und führten schnell mit 3:1 (3.). Bis zum 5:4 (8.) blieb die SG dran, dann konnten die MadDogs eine Unterzahl zu ihrem Vorteil nutzen und zu einem 4:0-Lauf ansetzen. Eine weitere Unterzahlsituation ließ das Pendel dann jedoch in Richtung der Gäste ausschlagen, die mit sechs Toren nacheinander zurückschlugen. In der Folge hielt Jorick Pol zwei Siebenmeter und war auch selbst mit einem Wurf ins verwaiste SG-Tor erfolgreich und so waren die Gastgeber sechs Minuten vor der Pause wieder mit 15:13 vorne. Bis zum Seitenwechsel konnte sich die rechte Seite mit Glenn Baumann und Julien Sprößig besonders in Szene setzen und so ging es mit 20:16 in die Kabinen.
Aus der Pause kamen die MadDogs hervorragend und bauten ihren Vorsprung innerhalb von zwölf Zeigerumdrehungen auf 28:19 vorentscheidend aus. Zwischenzeitlich gelang es Pforzheim, den Rückstand auf sieben Treffer zu verringern, aber beim 34:24 (53.) war das Resultat sogar erstmals zweistellig. In der verbleibenden Spielzeit schalteten die Brack-Mannen im Gefühl des sicheren Sieges zwei Gänge zurück und so konnten die Gäste noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben. Am klaren und verdienten 35:30-Erfolg änderte dies jedoch nichts mehr.
TSV Neuhausen/Filder – SG Pforzheim/Eutingen 35:30
TSV Neuhausen/Filder: Prauß, Pol (1); Allgaier, J. Sprößig (7), Huss (1), M. Sprößig, La. Schmid (3), Haag (1), Usatiuc, Schmid, Reinhardt (1), Baumann (8), Fischer (9/5), Neumaier, Kosak (4).
SG Pforzheim/Eutingen: Luckert, Siegl; Horchheimer (2/2), Schnepf (6), Broschwitz, Bröhl (5), Mauch (4), Schneider (2), Boschmann (1), Mariani, Mosblech, Meißner (10/1).
Schiedsrichter: Schwarzmeier/Stewen (Frankfurt/Nieder-Florstadt).
Zuschauer: 350.
Zeitstrafen: Allgaier, M. Sprößig, Schmid, Haag (2), Bröhl, Boschmann, Mosblech.
Besonderes Vorkommnis: Rote Karte Emanuel (SG, 10.) wegen groben Foulspiels.
Siebenmeter: 6/5 Fischer trifft die Latte, 5/3 Meißner scheitert zweimal an Pol.
