Aufholjagd wird am Ende mit dem Sieg belohnt
Spielmacher und Vizekapitän Lukas Fischer lässt sich von den Wölfen nicht aufhalten und erzielt neun Tore.
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Aufholjagd wird am Ende mit dem Sieg belohnt

MadDogs schlagen die favorisierten Wölfe Würzburg mit 39:38

Den vergangenen beiden Niederlagen ließen die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen/Filder einen überraschenden 39:38(19:23)-Heimsieg gegen die Wölfe Würzburg folgen. Dabei lagen die Mannen von MadDogs-Coach gegen die favorisierten Gäste nach 33 Minuten mit sechs Toren zurück, gaben sich aber nicht auf und drehten die Partie in der Schlussphase. Weiter geht’s am Freitag, 16. Oktober, 20 Uhr, in der Sporthalle Ost beim SV Salamander Kornwestheim.

„Nach einer Niederlage kann man natürlich nicht zufrieden sein, auch nicht nach 40 Minuten. Unter dem Strich kann ich meinen Jungs nur gratulieren, wir hatten eine ganz schwere Woche und ich bin nicht der Typ, der irgendwelche Ausreden findet, sondern eher lösungsorientiert gesteuert. Uns hat auch ein bisschen die Grippewelle getroffen, ein paar Wehwehchen, die sich über ein paar Woche ziehen und es war nicht einfach, aber ich habe meiner Mannschaft Anfang der Woche ein klares Signal gegeben, dass wir hierherkommen, nicht um gut auszusehen, sondern um zu gewinnen. Genau diese Marschrichtung sind wir im Training durchgegangen, die Jungs, die da und fit waren, haben das abgerufen und für Sonntag 17 Uhr haben nicht nur wir beiden Trainer, sondern auch die Zuschauer ein super Spiel gesehen, mit vielen Emotionen und Leidenschaft, mit einem negativen Ausgang für uns, aber an dieser Stelle gratuliere ich dem TSV Neuhausen und Daniel Brack zum Sieg“, äußert sich Wölfe-Trainer Dragos Oprea nach dem Spiel.

„Vor zwei Wochen stand ich hier gegen den HBW II und habe nach Worten gerungen, warum wir dieses Spiel verloren haben, weil eigentlich gab es keine logische Begründung, dieses Spiel zu verlieren. Heute ist es umgekehrt, ich finde, es gibt wenig logische Begründungen, warum wir dieses Spiel noch gewonnen haben. Wir haben einen super Start hingelegt, wir haben unsere Tore recht einfach geworfen, wir hatten viele freie Durchbruchsaktionen, im Konter, frei vom Kreis, dann wurde es immer zäher und wir haben in der Abwehr keinen Zugriff gefunden, im Rückzug keinen Zugriff gefunden und dann ist es in der 40. Minute minus sechs und du hast keine Ahnung, was du da draußen machst. Ich habe auch mit Markus Locher auf der Bank viel geredet, was können wir machen, Abwehrumstellung, Torwart nochmal wechseln und hintenraus kann jeder sagen, boah was hast du mit denen gemacht. Gar nichts, ich habe einfach gesagt, wir müssen an uns glauben und das haben die Jungs fantastisch getan und deswegen sind wir heute der glückliche Gewinner, weil ich finde, dass die Würzburger mit Dodo einen grandiosen Auftritt hingelegt haben“, freut sich MadDogs-Coach Daniel Brack über den ersten Sieg nach zuvor zwei Niederlagen.

„Es war ein relativ schnelles Spiel, mit viel guter Angriffsleistung, unsere Abwehr hätte ein bisschen stabiler stehen können, aber am Schluss reißen wir es noch irgendwie uns sind happy“, ergänzt Rückraumspieler Linus Schmid.

Die Filder-Handballer starteten gegen den klaren Favoriten stark und mit viel Tempo in die Partie und führten schnell mit 3:1 (2.). Über 5:2 (4.) wurde der Vorsprung rasch auf 7:3 (7.) ausgebaut. Die Wölfe waren durchaus beeindruckt und sahen sich beim 6:11 aus ihrer Sicht erstmals mit fünf Toren hinten (10.). Nach diesem fulminanten Auftakt kam der Filder-Express ins Stocken und die Gäste kamen mit vier Treffern innerhalb von 180 Sekunden auf 11:12 heran. Beim 13:13 (17.) hatten die Würzburger erstmals seit dem 1:1 wieder ausgeglichen, dennoch hatten die MadDogs in der Folge immer etwas die Nase vorne. Beim 15:14 (20.) zog Oprea seine erste Timeout-Karte, aber die Hausherren blieben vorerst vorne. Eine Unterzahlsituation leitete dann die Phase ein, in der die Partie in der ersten Hälfte auf die Seite der Wölfe kippte. Fünf Tore erzielten die Franken nacheinander und auch eine Brack-Auszeit (25.) konnte den Lauf nicht unterbrechen. So ging es mit 19:23 in die Kabinen.

Auch der zweite Durchgang begann für die MadDogs nicht optimal, denn Würzburg konnte gleich zwei weitere Tore nachlegen. Wer nun glaubt, dass Spiel sei bereits entschieden, sah sich getäuscht. Innerhalb von 100 Sekunden verkürzten die Gastgeber den Rückstand auf 23:26 (35.) und auch wenn die Wölfe mit einem Doppelschlag wieder auf 23:28 stellten, kamen die Brack-Mannen nach der zweiten Auszeit immer besser in Fahrt. Beim 28:30 (43.) war der Abstand auf zwei Tore zusammengeschmolzen und bewegte sich in den anschließenden fünf Zeigerumdrehungen zwischen zwei und vier Treffern. Weitere starke anderthalb Minuten, in denen auch Jorick Pol im TSV-Tor seinen Klasse zeigte, sorgten dafür, dass beim 32:33 (50.) der Anschluss wieder hergestellt war und auch alles wieder möglich war. Nach dem zweiten Oprea-Timeout legten die Gäste noch zweimal auf plus zwei vor, ehe auf beiden Seiten ein Akteur zur Abkühlung auf die Bank durfte. Die wussten die MadDogs deutlich besser auszunutzen, denn mit einem 5:0-Lauf zum 38:35 (56.) zogen die Hausherren erstmals seit dem 18:17 wieder vorbei. Würzburg antwortete nochmals, kam sogar auf 38:39 heran und hatte mit einem direkten Freiwurf nach der Schlusssirene sogar noch die Möglichkeit, zumindest einen Punkt zu entführen, aber der letzte Wurf fand nicht den Weg ins Ziel und so stand am Ende ein knapper 39:38-Heimsieg auf der Anzeigetafel.

TSV Neuhausen/Filder – Wölfe Würzburg 39:38

TSV Neuhausen/Filder: Prauß, Pol; J. Sprößig (3), Huss (1), Heydecke (3), M. Sprößig (5), La. Schmid, Haag (8), Usatiuc, Li. Schmid (2), Baumann (2), Fischer (9/2), Neumaier, Kosak (6).

Wölfe Würzburg: Klein, Wittmann; Vucetic (7), Reidegeld (2), Mauch (2), Kütt, Bauder (11/3), Beck (10), Sommerkorn, Reitemann (4), Edelmann, Franke, Märker, Merk.

Schiedsrichter: Steinebach/Schürhoff (TV Einigkeit Netphen 1900).

Zuschauer: 400.

Zeitstrafen: Heydecke, Li. Schmid, Baumann, Reitemann, Franke, Merk.

Siebenmeter: 2/2, 3/3.

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